Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens¶
Wenn du glücklich werden willst, dann nimm gefälligst dein Leben an, so wie es ist, mitsamt allen Fehlern, die du und andere darin gemacht haben, und dann geh gefälligst los. In die Richtung, die Jesus dir zeigt. So würde ich Mt 16,24 in heutige Sprache übersetzen.
Papst Leo meinte auf diesen Satz hin vor einigen Tagen in einer Predigt: Leider verstehen nicht alle die (…) Konkretheit dieses Traums des Schöpfers; ja, viele halten ihn sogar für eine Utopie. Die andere Wange hinzuhalten – so sagen sie – sei etwas für Verlierer, angesichts von Ablehnung dennoch zu geben sei naiv, grenzenlos zu vergeben sei etwas für Schwache. Das ist nicht verwunderlich. Selbst für Petrus war es schwierig, diese neue und andere Denkweise zu akzeptieren. Doch Jesus bleibt unnachgiebig: Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens. Machen wir uns nichts vor. Hass und Gewalt bringen nichts Gutes, sondern nur Zerstörung und Tod, immer, auch wenn sie eine Antwort auf erlittene Ungerechtigkeiten sein mögen. Wir sehen es jeden Tag, vom Kleinen unseres häuslichen Lebens bis zur großen Weltbühne. Alles bestätigt, was Jesus uns gelehrt hat: „Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden“ (Mt 16,25).
Sonntag, 30. August 2026