Lebensvertrauen als Grundhaltung¶
Freitag, 26. Juni 2026
Gestern Morgen habe mir schon wieder ein Interview mit Bruder David Steindl-Rast angehört und gut gefunden. Hier meine Notizen.
Dem Leben vertrauen bedeutet:
dem anderen Vertrauen schenken
sich selbst als vertrauenswürdig erweisen
Wer nicht damit aufgewachsen ist, wer das nicht schon als Kind gelernt hat, der hat es viel schwerer.
Wir können daran arbeiten, indem wir das Gegenteil von Vertrauen vermeiden.
Das Gegenteil von Vertrauen ist Furcht:
Gewalttätigkeit entspringt aus der Furcht, dass jemand mir schaden will (wer nicht fliehen kann, wird aggressiv).
Rivalität entspringt aus der Furcht, dass jemand mir zuvorkommen könnte.
Habsucht entspringt aus der Furcht, dass nicht genug da ist für alle.
Also Gewalttätigkeit, Rivalität und Habsucht sind unser Problem. Und da müssen wir jetzt das Gegenteil tun, nämlich vertrauen.
Aus der Gewalttätigkeit wird Gewaltfreiheit,
aus der Rivalität wird Zusammenarbeit,
aus der Habsucht wird Teilen (auf jeder Ebene, z.B. auch Kommunikation („Mitteilen“).
Dann wird das Leben ein Festmahl.
Je mehr wir es versuchen, um so mehr sehen wir, dass es sich bewahrheitet.
(Notizen aus dem Interview Mystik für alle - ist jeder Mensch ein Mystiker!? Jörg Fuhrmann interviewt David Steindl-Rast in Prag auf der ITC-Konferenz, 2017-10-10)
Diesen Artikel habe ich auch nach Estnisch übersetzt.